Gudrun1_klein Hier stelle ich ein paar Texte vor (Gedichte und Prosa), auch ein paar Bilder und was sonst so anfällt. Etliches davon sind eher sporadische, nicht "perfekt ausgearbeitete" Sachen, wie es eben der Natur eines Blogs entspricht. -- G.H. (virago aka Melusine)

Bunter Sommersalat mit Wurst und Käse: komplette Mahlzeit für heiße Tage

Das war eins meiner Lieblings-Sommeressen als Kind. Wie fast alles, mache ich es natürlich etwas anders als meine Mutter, aber die Zutaten sind diesfalls dieselben geblieben.


Zutaten für eine (hungrige) Person als Hauptgericht:
1 Knackwurst (oder ca. 100g feine Extrawurst / Fleischwurst)
2 Scheiben mild-würziger, möglichst fettarmer Schnittkäse, z.B. fettreduzierter Maasdamer (ca. 80g)
2-3 Tomaten (ca. 200g)
1 grüne Paprika
Salz, Pfeffer, ein Spritzer Essig
Brot/Gebäck als Beilage

Knackwurst häuten und in feine Streifen oder in Würfelchen schneiden, je nach Geschmack und Vorliebe.
Käsescheiben mundgerecht in Streifen schneiden. (Es geht natürlich auch Käse am Stück in Würfelchen.)
Tomaten und Paprika waschen, Paprika entkernen, beides passend zerkleinern. Tipp: Je kleiner geschnitten, desto besser mischen sich die Aromen. (Also natürlich jetzt nicht fein hacken... soll ja Salat werden und kein Pürree ;).)

Alles in eine Schüssel tun, mit Salz, etwas frisch gemahlenem Pfeffer (geht auch ohne) und einem Spritzer Essig würzen, gut durchmischen und ca. 1 Stunde kühl stellen.
Öl braucht der Salat keines - Wurst und Käse enthalten genug Fett als Geschmacksträger.

Dazu schmeckt getoastetes Schwarzbrot ganz besonders lecker. Aber auch jede andere Brotbeilage geht. Je knuspriger, desto besser.


Träum.... als ich ein Kind war, gab's das oft als sommerliches Abendessen auf dem Balkon... wobei meine Mutter allerdings die Tomaten in Scheiben, Wurst und Käse in ca. 1 cm große Würfel und die Paprika in lange Streifen schnitt. Ist auch lecker. Im Badeanzug verzehrt machts auch nix, wenn mal eine Tomatenscheibe auf dem Schoß landet ;).

Jedenfalls sieht es wunderschön bunt aus!



Ach ja, und... Reste lassen sich durchaus bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufheben, allerdings verlieren die Tomaten an Aroma und der Käse wird durch die Säure weich, es schmeckt aber immer noch gut.

Gefunden

ImageBanana - Pucki_2.jpg

Hab mal unter "Über mich" geschrieben: Ich kann so tolle Tierportraits nicht. Das bezog sich auf ein Portrait meines Hundes, das nicht von mir stammt. Stimmt auch normalerweise. Mein Hund ist zu lebhaft.

Katzen sind ruhiger und unsere Katze Pucki saß offenbar ganz gern still, um sich portraitieren zu lassen ... nicht, dass sie eitel gewesen wäre, sie war bloß neugierig, was ich da machte ;-).

Mal überlegen wann das war ... vor ca. 25 Jahren wohl. Bisschen weniger vielleicht. Das Foto sieht schauderhaft aus, voller gelb-brauner Flecke ... es wurde damals von einer Bekannten in der eigenen Dunkelkammer entwickelt und sie hatte darin noch nicht genug Übung. Vielleicht ist das Negativ noch brauchbar und ich könnte es neu entwickeln lassen, weiß nicht. Egal, gescannt kommen Fotos sowieso nicht so richtig rüber, aber ... im Orginal ist das das lebendigste Foto von ihr, das es gibt. Ich kann sie direkt wieder um meine Beine streichen spüren und ... mir fällt ein, wie sie mir mal ganz frech direkt vor meiner Nase die Wurst vom Teller geklaut hat, weil ich vergessen hatte, sie zu füttern. Wir guckten grad "Mephisto" mit Klaus Maria Brandauer.

Puksprit

Herr Poet,
wie Ihr seht
fällt hier nichts
was nicht steht.

Paradeis?
Gott, wer weiß.
Das hört nicht
auf Geheiß.

Pornograph
seufzt im Schlaf
das klingt fast
wie ein Schaf.

Mancher Furz
kommt zu kurz
doch was soll's:
Ist mir schnurz.

Heute Nacht
hat mit Macht
in mein Hirn
ein Verdacht
aus der Stirn
sich gelacht
weiche Birn
welche Pracht
dumme Dirn
Übermacht
querkariern
ausgelacht
Herr
Dok
tor
bit
te
ei
ne
Sprit
ze
...


(Dezember 2005)

Leben

Die Kerze brennt
sie brennt an beiden Enden
ich halt sie fest
halt sie in beiden Händen
das Wachs tropft weg
es rinnt mir durch die Finger
am Ende bleibt
der Tod nur der Gewinner


(Mai 2006)

Genüsse

Mund auf, Augen zu, sage ich zu dir
und du lachst
Was ist das, fragst du
Wirst du schon merken, sage ich
und du presst die Lippen zusammen
wie ein trotziges Kind
hat dir dein Bruder etwa
Regenwürmer in den Mund gestopft
als du noch klein warst?
Aber ich gebe nicht nach
und deine Neugier siegt
und du kapitulierst

deine Lider flattern
als ich dir das weiche, fast pelzige kleine Ding
zwischen die unwilligen Lippen schiebe

deine Zunge zittert
wie erschrocken
und betastet es behutsam

endlich
entspannt sich deine Miene
mit einem wohligen Seufzen
verspeist du genüsslich
die erste Himbeere unseres Sommers


(April 2006)

Virtuelle Kerzen

Ich bin nicht "religiös", aber Kerzen anzünden mochte ich immer schon, dazu gehe ich manchmal sogar in eine Kirche, was ich sonst nicht tue. Nun habe ich entdeckt, dass man auch im Internet Kerzen anzünden kann. Das mag seltsam anmuten, aber ... es kommt darauf an, was man daraus macht. Es kann genauso eine spirituelle Handlung sein wie das Anzünden einer Votivkerze in der nächstgelegenen Pfarrkirche.

http://www.gratefulness.org/candles/enter.cfm?l=ger

Durchgangsposten

Solche wie M. sind Durchgangsposten, sagt S. Sie wird es wissen. Bestimmt stimmt es. Und doch ...

Zu viel emotionale Energie investiert, wie immer. Mit meiner Verschwendungssucht an Energie werd ich’s nie weit bringen. Unrationell, würde mein Vater sagen. Ich hasste dieses Wort. Immer. Und wie ich es hasste.

Durchgangsposten.
So als könnte man Menschen auffädeln. Säuberlich. Wie Perlen auf einer Kette, eine nach der anderen, und unten rutschen sie weg, weil der Knoten fehlt.
Ich weiß nicht, warum ich das jetzt denke, aber ich denke es, und der Gedanke stört mich.


[überarbeitete Fassung des ursprünglich gestern eingestellten Posts]

Traum ohne Titel (Rohfassung)

Letzte Nacht hatte ich einen unheimlichen Traum, ich wachte sogar auf davon, was mir selten passiert. Träume kann man schwer beschreiben, sie bestehen aus Bildern und Gefühlen. Dieser war rot. Rot und schwarz und ...

... es war dunkel. Ich lag in meinem Bett, neben mir meine Schwester. Das Zimmer war mein jetziges Wohn-/Schlafzimmer, aber die Umgebung war die meines Elternhauses. Vor dem Fenster war ein unheimliches rotes Licht und ein Geräusch, das mich weckte. Meine Schwester und ich kuschelten uns aneinander, während wir durch die geschlossenen Jalousien beobachteten, was draußen vorging. Rotes Licht hinter dem Wald und ein seltsames Objekt, das direkt vor dem Fenster schwebte und aussah wie ein kleiner Hubschrauber. Es wollte rein, das war irgendwie klar. Meine Schwester sagte zum Hund im Körbchen, dass er ruhig sein soll, obwohl er eh ruhig war, ich wunderte mich darüber. Sonst schien sie mir aber merkwürdig unbeteiligt zu sein und ich dachte „Ich habe Angst“ (ich dachte es wirklich, in einem Text dürfte man sowas nicht, im Traum schon), ich dachte ganz bewusst, dass ich vor Angst zu zittern beginne, Angst davor, dass das seltsame Objekt reinkommen könnte, und dann war es plötzlich da und schwebte direkt über mir und ich weiß noch, dass ich erschrocken (geradezu panisch) keuchte und dabei dachte, dass ich mir das wahrscheinlich nur einbilde, weil es gar nicht möglich ist, das Objekt konnte ja nicht durchs geschlossene Fenster gekommen sein .... und dann war ich wach.
Na ja, jedenfalls soweit wach, dass der Hubschrauber weg war. Das sirrende Geräusch auch. Das rote Licht war noch eine Weile da, weil ich die Augen nicht aufkriegte. Ich überlegte, ob ich aufwachen oder weiterschlafen soll, machte die Augen auf, das Licht war weg und ich entschied mich fürs Weiterschlafen.

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